Anbau und Verwendung von Algen

Infografiken von onlab

Anbau nach Regionen:

In Europa ist Frankreich der größte Produzent von Algen. Sie werden vor allem in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verarbeitet.
In Irland werden Algen schon lange genutzt, als Nahrungsmittel oder auch für Algenbäder, die orthopädische Leiden lindern sollen.
Bereits die Wikinger haben viel Meeresgemüse gegessen, norwegische Spitzenköche haben es mittlerweile wiederentdeckt.

Anbau:

Seetang wird an gespannten Schnüren im Meer angebaut.
Die Ableger werden zunächst zurechtgeschnitten.
Nachdem die Ableger an den Schnüren befestigt sind, beginnt ihre Wachstumsphase.
Zum Ernten werden die Schnüre aufgerollt, oder der Seetang wird im Wasser in Boote oder schwimmende Körbe verladen.
Seetang trocknet man auf hängenden Netzen aus feinem Nylon.

Verwendung:

5 Prozent der weltweit angebauten Algen werden für die Produktion von Dünger, als Futtermittel oder als Farbstoff verwendet. Heute werden auch alternative Einsatzgebiete erprobt.
Algen setzt man teilweise gezielt als Futtermittel ein. Zum Beispiel lässt der aus Rotalgen gewonnene Farbstoff Astaxanthin den Zuchtlachs rosa schimmern.
Derzeit finden Tests zur Gewinnung von Kraftstoff aus Algen statt. In Form von Öl und Ethanol könnte er eine nachhaltige Ergänzung zu fossilen Brennstoffen werden.
Als Alternative zum umweltbelastenden Kunstschnee wird gegenwärtig an gleitenden Algenteppichen geforscht. Skifahrer oder Rodler könnten eines Tages auf grünen Pisten den Abhang herunterfahren.
Aus Seetang kann Cellulose gewonnen werden, die ein wichtiger Bestandteil von Fasern und Garnen ist. Damit lassen sich Textilien produzieren, die ähnliche Eigenschaften haben wie Viskose.